Beschäftigte und Vertrauensleute: Solidarität mit den KollegInnen von T-Mobile USA

12. April 2013: Zeitgleich wurden in Berlin in einer Vertrauensleuteversammlung und bei einer Betriebsversammlung in der DTKS, Region West in Bochum, ver.di-Vertrauensleute und Beschäftigte über die Situation der KollegInnen bei T-Mobile USA informiert.

Rund 80 ver.di- Vertrauensleute folgten in Berlin interessiert dem Bericht eines Kollegen, der im Rahmen einer Betriebspartnerschaft KollegInnen eines Callcenters in Charleston besucht hatte. Er berichtete von den Schwierigkeiten, mit denen GewerkschafterInnen konfrontiert sind: sobald sie versuchen, die KollegInnen zu einem Gespräch einzuladen, lädt das Unternehmen häufig seinerseits zu einem verpflichtenden Barbecue. Um mit Beschäftigten in Kontakt zu kommen, bleibt oft nur das Verteilen von Handzetteln auf öffentlichen Straßen vor den Betrieben und Hausbesuche. Die ver.di-KollegInnen berichteten hautnah über die Angst der Beschäftigten in den USA, die sich oftmals nicht trauten, mit ihnen zu sprechen oder ihre Flugblätter anzunehmen.

Zum selben Zeitpunkt hörten über 2000 Beschäftigte in Bochum der Betriebsrätin Kornelia Dubbel zu. In ihrer Rede berichtete sie u. a. über offenkundig ungerechtfertigte Entlassungen von fast 30 KollegInnen in New York, die auf Anweisung ihrer Vorgesetzten und unter Androhung sonst den Job zu verlieren, gebündelte Produkte an Kunden verkauft hatten. Sie wies erneut darauf hin, wie wichtig es ist, dass die KollegInnen in den USA eine Gewerkschaft gründen können, um sich gegen solche und andere ungerechte und willkürliche Maßnahmen des Managements zur Wehr setzen zu können.