„Brutaler Psychoterror“: Spiegel über Arbeitsbedingungen bei T-Mobile

19. November 2012: Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel berichtet in seiner neuen Ausgabe über die Arbeitsbedingungen bei T-Mobile USA. Auf zwei Seiten werden die Klagen von Beschäftigten „über Druck und Schikanen“ von Seiten des Managements aufgegriffen. Der Artikel basiert auf einer Reihe von Berichten von Beschäftigten, die in den kommenden Wochen in Form von Videos und Texten hier auf www.WirErwartenBesseres.de veröffentlicht werden.

Lesen Sie hier die Einleitung zur Serie „T-Mobile-Beschäftigte berichten“ von Lothar Schröder, Mitglied des ver.di Bundesvorstands und des Telekom-Aufsichtsrats

Klicken Sie hier, um die erste Folge der Serie „T-Mobile-Beschäftigte berichten“ zu lesen.

Bereits kurz nach Veröffentlichung des Spiegels wurde das Thema bereits von vielen Medien aufgenommen (siehe hier). In den Interviews berichten die Betroffenen von ständig steigenden Leistungsanforderungen. Und von den drastischen Methoden vieler Vorgesetzter, mit denen sie versuchen, die MitarbeiterInnen in den Call-Centern zur Erfüllung der Vorgaben zu bringen versuchen: Viele Beschäftigte werden unbezahlt mit der Aufgabe nach Hause geschickt, einen Aufsatz zum Thema „Warum mich T-Mobile noch weiterbeschäftigen soll“ zu schreiben. Der Spiegel zitiert eine Beschäftigte, in deren Abteilung die KollegInnen mit den jeweils schlechtesten Verkaufszahlen eine Eselsmütze tragen mussten.

René Obermann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom versucht die Vorwürfe gegenüber dem Spiegel abzutun: „Wir nehmen jeden Einzelfall ernst, untersuchen ihn und stellen Missstände ab, sollten sie vorhanden sein“, habe Obermann erklärt.

Der Spiegel vermutet hinter dem ständig erhöhten Arbeitsdruck eine Strategie, die US-Tochter der Deutschen Telekom für den seit Jahren angestrebten Verkauf herauszuputzen. Dabei wird immer deutlicher, dass das Vorgehen nach hinten losgeht: Unter der Strategie leiden sowohl die Servicequalität als auch das Ansehen von T-Mobile USA in der Öffentlichkeit.