In Deutschland protestierten tausende Telekom-Beschäftigte gegen die Entlassung eines Gewerkschafters bei T-Mobile US

Seit Langem wird über das gewerkschaftsfeindliche Verhalten der Telekom (T- Mobile) in den USA berichtet. Dort wird aktiv gegen die Versuche der Beschäftigten agiert, eine Stimme im Betrieb zu erlangen. Der Gewerkschaft Communications Workers of America (CWA) wird die Anerkennung als Verhandlungspartner verweigert.

Beschäftigte, die sich für eine gewerkschaftliche Interessenvertretung einsetzen und offen erkennen lassen, gewerkschaftlich aktiv zu sein, müssen mit Sanktionen bis hin zu Entlassung rechnen.

Am 29. August fand in Deutschland ein bundesweiter Aktionstag aus Solidarität mit Josh C. statt. Der aktive Gewerkschafter wurde, nachdem er für gewerkschaftliche Anerkennung geworben hatte, wegen vermeintlicher Arbeitsfehler entlassen. Die Entlassungsgründe sind offenkundig vorgeschoben. Josh C. war einer der besten Call Center Agenten, für seine herausragenden Leistungen häufig prämiert und belobigt (zum Artikel).

In Deutschland verteilten KollegInnen vor den Call Centern der Telekom Flugblätter mit den Informationen zu der Entlassung. Als Zeichen der Solidarität mit Josh trugen die deutschen Beschäftigten im Betrieb einen Anstecker: Wir erwarten Besseres! Die Gewerkschaft ver.di erreicht mit dieser Aktion etwa 7.000 deutsche Telekom-Beschäftigte.

„Gewerkschaft und Beschäftigte in den USA müssen mit Respekt, Anstand und fair im Umgang behandelt werden,“ forderte Lothar Schröder, Mitglied im ver.di- Bundesvorstand und Leiter des Fachbereichs TK/IT. „Willkür, Drohungen und Entlassungen“, so Schröder weiter, „sind ‚Führungsinstrumente‘ aus dem vorigen Jahrhundert und eines modernen, in über 50 Ländern der Welt agierenden deutschen Dax Unternehmens unwürdig.“

Schröder appellierte an den Konzernvorstand: „Lassen sie es zu, den Beschäftigten durch die CWA, eine Stimme im Betrieb zu geben.“

Dehalb: Für ein faires Verhalten der Telekom, wenn es darum geht, den Beschäftigten eine Stimme im Betrieb zu geben. Josh C. muss seinen Arbeitsplatz zurückbekommen, sonst werden die Proteste ausgeweitet und auch international fortgeführt.