Come together: Telekom Beschäftigte besuchen ihre US-Kollegen

28. März 2012: Im Februar 2012 startete eine ver.di-Delegation in die USA und traf sich mit Beschäftigten von T-Mobile sowie den Kollegen der Schwestergewerkschaft Communications Workers of America (CWA). Mit dabei war auch der SPD-Politiker und Mitglied des Deutschen Bundestags Klaus Barthel.

Am ersten Tag der Rundreise erklärte der Call-Center Mitarbeiter und Betriebsrat Giovanni Suriano: „Ich freue mich hier in Washington zu sein und die Kollegen von T-Mobile US zu treffen und ich hoffe, dass wir etwas tun können, dass die Arbeitsbedingungen sich hier verbessern für die Kollegen.“ Wie dringend notwendig dies Anliegen ist, erfuhren die ver.di-Mitglieder in den zahlreichen Gesprächen mit Mitarbeitern von T-Mobile USA, einer 100-prozentigen Tochterfirma der Deutschen Telekom. Ado Wilhelm von ver.di fasst zusammen: „Ich war schon mehrmals in den USA und jedes Mal bin ich erneut schockiert, was die Beschäftigten mir erzählen. Während Techniker sowie Beschäftigte in Call Centern und Läden exakt die gleiche Arbeit verrichten wie ihre Kollegen in Deutschland, sind ihre Arbeitsbedingungen und ihre Bezahlung vollkommen unterschiedlich.“

Unterschiedlich ist vor allem auch das Verhalten des US-Managements bezüglich Mitbestimmung und gewerkschaftlicher Organisierung. An den folgenden Tagen verteilten die deutschen Gewerkschafter Flugblätter vor Call Centern in Nashville, Tennessee und Frisco, Texas. „Ich konnte regelrecht die Angst der Kollegen spüren als ich ihnen ein Flugblatt der Gewerkschaft überreichte“, so der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrat der Deutschen Telekom Jupp Bednarski. Der Zugang zu dem Gebäude oder gar ein Gespräch mit dem lokalen Management wurde der Delegation verwehrt.

Zurück in Washington D.C. suchte die Delegation die Deutsche Botschaft auf und berichtet über das anti-gewerkschaftliche Verhalten von T-Mobile in den USA. Weitere Aktivitäten in Deutschland und den USA wurden während der Rundreise geplant. Die gemeinsame Forderung bringt Klaus Barthel auf den Punkt: „Das Management der Deutschen Telekom und ihr wichtigster Anteilseigner, die deutsche Bundesregierung, müssen diese Beschäftigtenfeindliches und anti-gewerkschaftliches Verhalten bei T-Mobile USA stoppen und zwar jetzt!“