Ex-T-Mobile-Beschäftigter trifft Arbeitnehmervertreter in Düsseldorf

24. Mai 2012: Blake Poindexter, ehemaliger Call-Center Mitarbeiter von T-Mobile USA aus Frisco, Texas, und seit kurzem Organizer bei der US-amerikanischen Gewerkschaft CWA, ist in dieser Woche in Deutschland. Heute spricht er auf der Aktionärsversammlung der Deutschen Telekom in Köln, um auf die Situation der Beschäftigten von T-Mobile USA aufmerksam zu machen.

Heute, am 23. Mai, traf er sich mit Kollegen und Kolleginnen von ver.di und Betriebsräten eines Call-Centers in Düsseldorf. Hier sind seine Eindrücke:

„Erst einmal ein dickes Danke an die Kolleginnen und Kollegen, die mich sehr herzlich empfangen haben! Die Diskussion hat mir noch einmal die gravierenden Unterschiede zwischen der Situation der Beschäftigten der Deutschen Telekom (DT) hier und der Lage von Beschäftigten bei T-Mobile USA bestätigt. Mit einer Gewerkschaft und einem Betriebsrat vor Ort können es sich Manager nicht leisten, in der gleichen Art und Weise mit den Leuten umzuspringen wie in den USA.

Dort versucht das Management mit aller Kraft, eine Organisierung zu verhindern. In Deutschland kümmert sich der Betriebsrat um Arbeitssicherheit und unterstützt Beschäftigte bei Beschwerden und Konflikten mit dem Management. Die Gewerkschaft hat kürzlich eine sehr erfolgreiche Tarifrunde abgeschlossen. Sehr beeindruckt hat mich, die starke Beteiligung der DT-Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen am Streik.

Wir haben auch darüber gesprochen, wie wir die internationale Kooperation zwischen T-Mobile- und DT-Beschäftigten ausbauen und unser Netzwerk weiter entwickeln können. Wir haben ein paar sehr gute Vorschläge ausgearbeitet, die ich mit nach Hause nehmen werde. Der Besuch zeigt für mich noch einmal, wie wichtig die gemeinsame Gewerkschaftsinitiative TU ist!

Jetzt bereiten wir uns auf die Aktionärsversammlung vor. Ich bin ein bisschen aufgeregt. Aber ich weiß, dass es notwendig und für eine gute Sache ist – T-Mobile muss endlich die Rechte der Beschäftigten auf gewerkschaftliche Organisierung und faire Behandlung am Arbeitsplatz respektieren. Unsere Botschaft ist klar: Wir erwarten Besseres!"