Fusionspläne von T-Mobile USA: Appell an US-Marktaufsicht

30. November 2012: Die US-Gewerkschaft CWA (Communication Workers of America) hat sich in den laufenden Genehmigungsprozess der Fusion zwischen T-Mobile USA und MetroPCS eingeschaltet. Die US-Tochter der Deutschen Telekom ist der viertgrößte Mobilfunkanbieter am US-Markt und beschäftigt etwa 30.000 Mitarbeiter. MetroPCS ist der fünftgrößte Provider der Vereinigten Staaten und hat knapp 4.000 Angestellte. Die Fusionspläne werden derzeit durch die US-Marktaufsicht FCC geprüft, die zuvor eine Fusion zwischen T-Mobile und Marktführer AT&T verboten hatte.

Die CWA befürchtet einen Verlust von bis zu 10.000 US-Jobs, wenn die Fusion ohne Auflagen genehmigt würde. Sowohl T-Mobile USA als auch MetroPCS haben in der Vergangenheit große Teile ihres Kundendienstes in andere Staaten verlagert, zuletzt wurden sieben T-Mobile-Call-Center geschlossen. Dass die beteiligten Firmen im Gegenteil sogar neue Jobs in den Vereinigten Staaten versprechen, kann die Sorgen dabei nicht entkräften.

„Das alte Lied von Synergieeffekten kennen wir schon“, äußerte die CWA gegenüber der Marktaufsicht. „Normalerweise ist ein Abbau von Arbeitsplätzen notwendig, um solche Synergien zu erreichen“, schreibt sie in ihrer Stellungnahme. Ein Stellenabbau würde sich nicht nur in einer Verschlechterung der Servicequalität niederschlagen, sondern hätte auch einen verheerenden Effekt für den US-Arbeitsmarkt. Die Gewerkschaft verlangt nun von der Marktaufsicht FCC, Auflagen für die Fusion festzuschreiben, unter anderem den Erhalt bestehender Jobs in Netzbetreuung und Callcentern, die Rückholung zuvor ausgelagerter Jobs und die Festlegung darauf, dass bestimmte Dienstleistungen nur in den USA ausgeführt werden dürfen.

Mehr Informationen in englischer Sprache unter:
http://weworkbettertogether.org/news/entry/metropcs_merger_cwa_urges_fcc_to_protect_us_jobs