“Gleiche Bedingungen für alle schaffen”

17 March 2011: Der interviewte Beschäftigte ist Schalttechniker, der das T-Mobile-Netz in Betrieb hält.

Der Beschäftigte erinnert sich daran, vor einigen Jahren mit Kollegen gesprochen zu haben, die “sehr gegen” eine Gewerkschaft waren. Er fragte sie, warum.

“Sie antworteten: ‘Wir brauchen so was hier nicht.’ Und ich sagte: ‘In einigen Branchen gibt es von jeher Missbräuche seitens des Arbeitgebers.’ Und jetzt ist es zu solchen Missbräuchen gekommen. Und dieselben Leute, die erst keine Gewerkschaft wollten, sind jetzt sehr dafür. Wir sind alle dafür.”

Er und seine Kollegen haben erlebt, wie ihre Löhne und Leistungen schrumpften, obwohl sie unter Druck gesetzt wurden, mehr zu leisten, ohne eine angemessene Schulung oder Anleitungen zu erhalten. Es werde nur besser, und sei es auch noch so oberflächlich, wenn die Betriebsleitung beunruhigt über Gewerkschaftsaktivitäten sei, berichtet er.

“Sie haben das Wort ‘Gewerkschaft’ nicht erwähnt, sie tun so, als existiere sie nicht”, sagt er.”Aber plötzlich ist jede Menge Geld da. ‘Wir werden Euren Dienstplan verbessern. Wollt Ihr eine Arbeitsuniform?’ Als wir zuvor danach gefragt haben, hieß es: ‘Mal sehen; das ist teuer.’ Und plötzlich können sie Jacken, Stiefel, alles Mögliche bestellen.“Aber die Beschäftigten sind nicht mehr bereit, sich bestechen zu lassen, berichtet er. Sie wollen ein Mitspracherecht bei der Arbeit und wenn es um ihre Zukunft geht. Mit einem von der Gewerkschaft ausgehandelten Vertrag”gibt es gewisse Garantien“, stellt er fest.”Wir haben schließlich noch nicht mal eine Rente, damit geht es los, und Lohnerhöhungen sind keineswegs garantiert.“Und warum, so fragt er sich, soll er Ziele erreichen, die nichts mit seinem eigenen Job zu tun haben?”Ich habe kein Interesse an einer Überprüfung“, sagt er.”Meine Arbeit lässt sich nicht wirklich bewerten. Ich repariere Sachen und stelle Verbindungen her. In unserer Überprüfung stehen aber Sachen wie ‘Ich muss mit anderen Teams zusammenarbeiten, um ein Ziel zu erreichen.’ Das hat nichts mit meiner Arbeit zu tun. Ich will nichts weiter, als zur Arbeit gehen, meine Arbeit machen und wieder nach Hause gehen. Das ist es, was alle wollen.

Mir liegt an meinen Kunden. Ich habe schließlich dafür zu sorgen, dass das System funktioniert, und das tue ich."