Keine Diskriminierung von Gewerkschaftern!

25. Juni 2013: Mit vorgeschobenen Gründen wurde Josh von T-Mobile USA entlassen. Josh hatte sich in den vergangenen Monaten als aktiver Gewerkschaftsanhänger geoutet und sich für die Durchsetzung von Gewerkschaftsrechten engagiert.

Joshua Coleman war seit 2009 im T-Mobile Callcenter in Wichita, Kansas beschäftigt. Er war seit jeher ein Top Perfomer in seinem Call-Center und hat für seine exzellente Leistung zahlreiche Auszeichnungen und Lobpreisungen erhalten. Josh mochte seine Arbeit und war offenkundig auch sehr gut darin, jedoch störten ihn die extreme Machtlosigkeit der Beschäftigten und die Willkürliche Handhabe des Managements über die Beschäftigten, weshalb er vor einiger Zeit aktiv und sichtbar begann, die Gewerkschaft zu unterstützen – was sein verfassungsrechtliches geschütztes Recht ist. Die Reaktion des Management ließ nicht lange auf sich warten.

Einigen Lesern wird sicherlich Josh’s Geschichte vom Trip nach Puerto Rico bekannt sein: Ende 2011 wurde Josh als einer der 50 besten Mitarbeiter des Landes mit einer Reise für 2 nach Puerto Rico belohnt. Kurz darauf, sah ihn ein Manager mit einem Gewerkschaftsshirt und nur einen Tag später begannen seine Vorgesetzten ihn wegen banaler Kleinigkeiten anzumahnen. Josh stritt jegliches Fehlverhalten ab und verlangte nach Beweisen; diese wurden ihm jedoch verwehrt. Als Josh dann seine Reise antreten wollte, wurde ihm gesagt, er sei nicht mehr qualifiziert für die Reise, da er sich viele Fehler zuschulden habe kommen lassen. In diesem Video erzählt Josh von diesem Vorfall:
http://www.youtube.com/watch?v=MfqIFg0kTrQ

Diese Art von Schikanen nahm stetig zu. Fast jeden Monat hatte Josh mit ungerechtfertigen Abmahnung und Disziplinarmaßnehmen zu kämpfen, was letztlich in seiner Kündigung im Mai 2013 gipfelte. Josh wurde vorgeworfen, er habe gegen Arbeitsregeln bei T-Mobile verstoßen. Josh streitet alle Vorwürfe ab. Ihm ist ziemlich klar, dass er für seine Gewerkschaftsaktivitäten gekündigt wurde. Er hatte seit einiger Zeit schon Gerüchte gehört, dass das Management nach Gründen sucht, ihn zu kündigen, weil er ja angeblich nur Ärger mache.

Josh war in letzter Zeit sehr sichtbar in seinem Engagement, er war im Fernsehen, im Internet und auf Flugblättern zu sehen, er hat einige Beschwerden eingereicht und ihm war bereits seit längeren klar, dass er trotz seiner Top-Leistungen, dem Management ein Dorn im Auge war.

Wir fordern die Deutsche Telekom dazu auf, Josh’s Entlassung rückgängig zu machen. Derzeit finden landesweit Solidaritätsaktionen für Josh statt. Wer Interesse daran hat, kann sich an Kampagnenkoordinator Ado Wilhelm (ado.wilhelm@verdi.de) wenden.