Konferenz: Mitbestimmung und Arbeitsstandards in transnationalen Unternehmen

Anspruch und Realität am Beispiel Telekom

28. Juni 2014: Die Bedeutung internationaler Arbeitsstandards in multi- bzw. transnational agierenden Unternehmen hat im Zuge der wirtschaftlichen Globalisierung stark zugenommen. Die zwischen der EU und den USA begonnenen Verhandlungen zum Transnationalen Freihandelsabkommen (TTIP) werden aller Voraussicht nach neue Anforderungen an die Sicherstellung dieser Standards stellen.

Zusammen mit der Hans-Böckler-Stiftung und der Friedrich-Ebert-Stiftung veranstalten die Gewerkschaften CWA und ver.di Anfang Juli in Berlin eine Tagung.

Auf der Veranstaltung wollen wir diskutieren, welche Bedarfe und Änderungsnotwendigkeiten sich aus Sicht von Beschäftigten und ihren Interessenvertretungen ergeben. Der Diskussion um Verbraucherrechte (Stichwort: Chlorhühnchen) und Naturschutz (Stichwort: Genmais) fügen wir einen weiteren Aspekt hinzu: die Achtung der Menschenrechte am Arbeitsplatz.

T-Mobile US als Beispiel

Am Beispiel T-Mobile US wird gezeigt, wohin es führt, wenn Arbeitsstandards missachtet werden. Das Unternehmen, dessen Haupteigentümerin die Telekom ist, hat das Arbeitnehmerrecht auf Vereinigungsfreiheit in den USA unterlaufen und gewerkschaftlich engagierte Beschäftigte diskriminiert. An diesem Beispiel wird deutlich, warum in einem Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA globale Arbeitsschutzstandards nicht ausgehebelt werden dürfen. Angesichts der Tatsache, dass die USA nicht alle Kernarbeitsnormen ratifiziert haben, ist es umso wichtiger, die Bedeutung von Arbeitsstandards für Freihandelsabkommen zu diskutieren und über TTIP zu informieren.

Hier geht es zum Programm.

Während der Veranstaltung zeigen Gewerkschaften aus Südosteuropa und den USA Präsentationen zum Stand von Arbeitnehmerrechten in Telekombetrieben im Ausland.