Offener Brief von Telekom-Betriebsräten
an T-Mobile USA

23. Mai 2012: Die Betriebsräte der Deutsche Telekom Kundenservice GmbH wenden sich in einem offenen Brief an T-Mobile USA gegen die Schließung mehrerer Call-Center. „Wir fordern Sie auf, ihre Entscheidung zu überdenken“, fordern die Arbeitnehmervertreter von Vorstandschef Philipp Humm.

Die Schließungen und Standortverlagerungen betreffen 3.300 Beschäftigte. Rund 1.900 Stellen sollen ganz gestrichen und der Kundenservice vermehrt in billigere Call-Center außerhalb der USA verlagert werden.

„In den Call-Centern der Deutschen Telekom in Deutschland“, schreiben die Betriebsräte, „ist es eine anerkannte Tatsache, dass die Auslagerung von Unternehmensteilen in Billiglohnländer nicht der richtige Weg ist, um Kunden zu halten“. Ausländische Subunternehmen könnten nie die gleiche Servicequalität erbringen wie festangestelltes Personal in unternehmenseigenen Call-Centern vor Ort.

Man habe festgestellt, dass solche Auslagerungen am Ende sogar teurer für das Unternehmen sind. Die Beschäftigten im unternehmenseigenen Kundenservice würden einen Teil ihrer Arbeitszeit darauf verwenden, Fehler der externen Call-Center zu beheben. Damit steige auch die Unzufriedenheit der Kunden. „Warum nicht aus diesen Erfahrungen lernen?“, fragen die Betriebsräte und fordern das Management von T-Mobile USA auf: „Halten Sie die Stellen in Ihren Call-Centern!“