Solidarität über den großen Teich hinweg

Die Arbeit der Betriebspartnerschaften.

7. November 2014: Die Anliegen von WE EXPECT BETTER werden auf Betriebsebene aktiv von Mitgliedern der ver.di und der CWA vertreten. Für die gemeinsame Arbeit wurden Betriebspartnerschaften gegründet.

Seit einigen Jahren bestehen Betriebspartnerschaften von Beschäftigten der T-Mobile US, die sich in der TU/CWA organisieren, und Beschäftigten der Telekom. Die gewerkschaftliche Organisierung in den USA steht im Mittelpunkt bei den USA-Besuchen der deutschen PartnerInnen, die in ver.di Mitglied und häufig auch Mitglied in Betriebsräten sind. Denn das Recht auf Vereinigungsfreiheit, so berichten US- Beschäftigte, wird seitens des Unternehmens oft behindert. Die Partnerschaften dienen dazu, den Austausch über Arbeitnehmerbelange und Interessenvertretung am Arbeitsplatz zu ermöglichen, sich gegenseitig zu informieren und einander zu unterstützen.

Die ersten Partnerschaften wurden 2012 zwischen BelegschaftsvertreterInnen aus dem Bereich Kundenservice der Telekom und KollegInnen in Call Centern der T-Mobile geschlossen: zwischen Berlin und Charleston, Düsseldorf und Nashville, Dortmund und Wichita, sowie zwischen Niederlassungen in Bayern (Augsburg, Kempten) und Albuquerque. Auch im Bereich Technik ist eine Partnerschaft im Aufbau. 2013 folgten die ersten regionalen Partnerschaftenvon KollegInnen aus dem Bereich Handel der Telekom (TSG West) und KollegInnen aus Shops in den USA in Texas und in New York. Im selben Jahr kämpften Shopangestellte in New Yorkum einen Tarifvertrag. Sie wurden dabei von den deutschen KollegInnen unterstützt und konnten im Herbst 2014 erfolgreich einen Tarifvertrags abschließen. Dieser gilt aufgrund der Besonderheiten des US-Arbeitsrechts leider nur für die Tarifeinheit in Harlem, NY.

Weiterentwicklung der Betriebspartnerschaften

Anfang Juli 2014 kamen an den Betriebspartnerschaften beteiligte Kolleginnen und Kollegen in Berlin zu einem Erfahrungsaustausch zusammen und entwickelten Ideen, die bestehenden Partnerschaften weiterzuentwickeln. Mit der Umsetzung der gemeinsamen Planung wurde seit dem Spätsommer in Aktionen – dies- und jenseits des Atlantiks – durch die Partner in Deutschland und den USA begonnen. Besonders sichtbar war die Aktion am „Tag der Leitlinie“, an dem Beschäftigte in beiden Ländern auf den oft fehlenden Respekt im Umgang mit den Kolleginnen und Kollegen in den US-Betrieben aufmerksam machten.

Auch im nächsten Jahr werden die Partnerschaften in Form von Telefonkonferenzen und per E-Mail im Austausch bleiben. Es werden weitere Besuche stattfinden, und alle elf Partnerschaften werden im Jahr 2015 gemeinsam weiter aktiv sein und daran arbeiten, dass die KollegInnen in den USA eine Stimme in den Betrieben erhalten.