T-Mobile Beschäftigte protestieren an drei Standorten

3. Juli 2012: T-Mobile Beschäftigte haben an drei Orten in den USA gegen die Unternehmenspolitik ihres Arbeitgebers demonstriert. Die Proteste in Albuquerque im Bundestaat New Mexico, Allentown (Pennsylvania) und Thornton (Colorado) richteten sich sowohl gegen die Schließung der insgesamt sieben Call-Center als auch gegen die gewerkschaftsfeindliche Strategie des Managements. Die Teilnehmern waren neben Aktiven der Communications Workers of America (CWA) auch Repräsentanten zahlreicher Schwestergewerkschaften.

Unter den Passanten wurden Unterschriften für einen Gesetzesvorschlag gesammelt, wonach Unternehmen, die Call-Center ins Ausland verlagern, künftig keine öffentliche Wirtschaftsförderung mehr bekommen dürften.

In Albuquerque, einem Call-Center-Standort der nicht geschlossen wird, demonstrierten über 80 Beschäftigte von T-Mobile und lokale Gewerkschaftsaktivist/-innen und skandierten „We expect better“ („Wir erwarten Besseres“). Unter den Protestierenden waren auch der Kongressabgeordnete Martin Heinrich und die Senatorin Christine Trujillo. „Wir demonstrieren hier um unsere Solidarität mit den Kollegen zu zeigen, die heute ihre Jobs verlieren“, erklärte Trujillo gegenüber dem spanischsprachigen Fernsehsender Noticias Nuevo Mexico.

Auch an diesem Tag setzte das Unternehmen seine Einschüchterungsstrategie fort. Das Sicherheitspersonal vor dem Call-Center notierte die Kennzeichen der Kundgebungsteilnehmer. Ein Gewerkschaftsaktivist bekam nach einem Fernsehinterview einen anonymen Anruf: „Wir wissen, dass du da draußen unterwegs bist und mit der Presse sprichst. Verschwinde!“

Auf der Kundgebung vor dem schließenden Call-Center in Allentown sprachen Gewerkschaftsaktivist/-innen und Lokalpolitiker und verteilten Flyer an T-Mobile Beschäftigte, die das Werksgelände verließen. „Was euch heute passiert ist die Folge von Profitgier“, hieß es auf den magentafarbenen Flugblättern. „T-Mobile hat eure Arbeit ins Ausland verlagert“.

Zeitgleich und in Sichtweite der Proteste fand ein Picknick statt, zu dem das lokale Management die rund 600 Beschäftigten an ihrem letzten Arbeitstag eingeladen hatte.