T-Mobile USA Chef: Stellenstreichungen sind der „nächste wichtige Schritt“

18. Mai 2012: Am Dienstag erhielten Beschäftigte von T-Mobile USA erneut ein Schreiben des CEO Philipp Humm, in dem weitere Stellenstreichungen angekündigt werden. Nachdem im März die Schließung von sieben Call Centern bekannt gegeben wurde, wovon insgesamt 3.300 Beschäftigte betroffen sind, sei dies der „nächste wichtige Schritt“.

Die Veränderungen würden nun „auch Stellenstreichungen, Versetzungen und Stellenänderungen beinhalten“. Man werde die Beschäftigten noch in dieser Woche über ihren persönlichen Verbleib unterrichten. Die „marktwirtschaftliche Realität erfordert harte Entscheidungen“ und Humm dankt noch den „tollen Mitarbeitern hier bei T-Mobile“. Die Anerkennung der eigenen Beschäftigten war jedoch nie so groß als dass auch ihre Arbeitnehmerrechte am Arbeitsplatz anerkannt würden. So wird den Beschäftigten seit Jahren die freie Wahl einer gewerkschaftlichen Vertretung am Arbeitsplatz verweigert. Die Folgen bekommen nun die Beschäftigten hautnah zu spüren: Da es keinen Vertrag mit einer Gewerkschaft gibt und sie auch über keinen individuellen Arbeitsvertrag verfügen, sind sie Mitarbeiter auf „Willensbasis“. Sie können von einem Tag auf den anderen gefeuert werden. Und ohne eine Gewerkschaft, gibt es auch niemanden, der für sie einen Sozialplan oder ähnliches verhandeln könnte.

Nachdem der Kauf durch AT&T gescheitert ist, scheint T-Mobile nun Sparmaßnahmen auf den Rücken der Beschäftigten und letztendlich auch der Kunden auszutragen. Die Verlagerung von Call Center Jobs ins Ausland war hier nur der erste Schritt. Humm selbst äußert sich in dem Schreiben nicht über die Anzahl der betroffenen Beschäftigten. Laut Zeitungsmeldungen sind diesmal 900 Arbeitsplätze betroffen. Ein baldiges Ende dieses Kahlschlags ist nötiger denn je.