Update zur Klage gegen T-Mobile US: Einigungsvorschlag unterbreitet

Amerikanische Behörde hält Kündigung des Gewerkschafters für rechtswidrig

19. November 2013: Die amerikanische Arbeitsbehörde National Labor Relations Board (NLRB) hat in zwei Fällen gegen T-Mobile US entschieden. Die Kündigung von Josh C. ist unrechtmäßig, und die gegen Ellen B. verhängten Disziplinarmaßnahmen sind ebenfalls rechtswidrig. Die Behörde unterbreitete einen Einigungsvorschlag.

In beiden Fällen ist die Arbeitsbehörde NLRB zu dem Schluss gekommen, dass T-Mobile US geltendes Arbeitsrecht verletzt und unrechtmäßig gehandelt hat.

Der Telekom wurde ein sogenannter Einigungsvorschlag zugleitet, zu dem sie sich erklären muss. Im Wesentlichen geht es bei dem Vorschlag um die Wiedereinstellung von Josh C., eine rückwirkende Zahlung des Lohns und der Sozialversicherungsbeiträge. Auch Ellen B. soll die während ihrer Suspendierung ausgefallenen Lohnzahlungen erhalten.

Dem Unternehmen wurde eine Frist bis zum 14.11.2013 gesetzt, und offiziell ist noch nicht bekannt, wie das Unternehmen handelt.

Über inoffizielle Kreise aus dem Management der Telekom in Deutschland war derweil zu erfahren, dass der Vorschlag wohl nicht akzeptiert wird.

Das bedeutet, dass es zu einem Gerichtsverfahren kommen wird, für das aber erst ein Termin anberaumt werden muss. Vor Februar 2014 wird das Verfahren wahrscheinlich nicht eröffnet, und es ist damit zu rechnen, dass das Unternehmen weiter auf Zeit spielen und weiter verzögern wird. Für Josh C., dessen Arbeitslosengeld bald ausläuft, schafft dies eine schwer erträgliche Situation.

Dieses Spiel auf Zeit ist eines Konzerns wie der Deutschen Telekom absolut unwürdig. Wir werden über den weiteren Fortgang informieren.