US-Arbeitsministerium ordnet Strafzahlung an

10. August 2012: Aufgrund der Untersuchungen der OSHA (Occupational Safety and Health Administration) in Seattle, einer Abteilung des US-Ministeriums für Arbeits- und Gesundheitsschutz, hat das US-Arbeitsministerium T-Mobile und den Mutterkonzern Deutsche Telekom dazu aufgefordert fast $346,000 an einen Whistleblower zu zahlen.

Der ehemalige Mitarbeiter von T-Mobile wurde 2009 entlassen, weil er Bedenken zu der Möglichkeit vortrug, dass mehrere Millionen US-Dollar für nicht rechtmäßige Durchleitungsgebühren von internationalen Großkunden eingenommen wurden.

Neben der Zahlung an den Whistleblower, die sich in $ 244,479 für Lohnrückstand, $ 36,493 für Anwaltskosten und $ 65,000 als Schadensersatz aufteilt, wurde T-Mobile zudem verpflichtet ein neutrales Arbeitszeugnis auszustellen und die Belegschaft des Unternehmens über das Sarbanes-Oxley-Gesetz zu informieren und dementsprechend zu schulen.

T-Mobile und der Mutterkonzern Deutsche Telekom AG haben 30 Tage Zeit, um Widerspruch einzulegen, oder eine Anhörung vor der Behörde des Arbeitsministeriums zu einer richterlichen Prüfung einzureichen.
Dean Ikeda, OSHA Regionalleiter in Seattle, zeigte sich erfreut über das Urteil des US-Arbeitsministeriums: „Dieser Fall zeigt deutlich die Verpflichtung der Behörde, den Schutz einzelner Individuen sicherzustellen und ihre Entlastung durch das Gesetz zu gewähren. Es sendet ein starkes Signal, dass Vergeltungsmaßnahmen nicht toleriert werden.“

Tätig wurde das OSHA auf Basis des Sarbanes-Qxley Gesetzes aus dem Jahr 2002. Dieses soll Arbeitnehmer schützen, die über Verstöße gegen verschiedene Gesetze zur Sicherheit, Lastwagentransport, Fluggesellschaften, Atomenergie, Pipelines, Umweltschutz, Zugverkehr, Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie Konsumentenschutz berichten.
Unter der gebührenfreien Hotline 800-321-OSHA können Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der OSHA Beschwerden mitteilen und Situationen schildern, die eine unmittelbare Gefahr für Arbeitnehmer oder die Öffentlichkeit darstellen.

Unter www.whistleblowers.gov können zudem detaillierte Informationen über Whistleblower-Rechte für Beschäftigte abgerufen werden.