Ver.di-Betriebsräte informieren sich über Situation bei T-Mobile USA

10. Juli 2013: Am Rande einer Schulung für Betriebsräte informierten sich die Teilnehmer des Seminars über die Situation bei T-Mobile USA. Ado Wilhelm, ver.di- Koordinator für die Kampagne WE EXPECT BETTER, berichtete außerhalb des Seminarprogramms ausführlich über die Bedingungen, denen die Beschäftigten der T-Mobile USA täglich ausgesetzt sind.

Willkürmaßnahmen, Druck und Menschrechtsverletzungen sind bei T-Mobile USA seit langem an der Tagesordnung. Versuche von Beschäftigten, sich gewerkschaftlich zu organisieren und eine Stimme im Betrieb zu bekommen, werden fast immer mit Willkürmaßnahmen durch das Unternehmen unterbunden.

Ein aktuelles Beispiel stand im Mittelpunkt: Anfang Mai 2013 wurde Josh C., ein Kollege, der sich offen für die Bildung einer Gewerkschaft im Unternehmen engagierte, gekündigt. Die Kündigung erfolgte auf Grund von Vorwürfen, die allemal konstruiert scheinen. Innerhalb des Unternehmens galt Josh C. über Jahre als einer der „Bestleister“ aller Call- Center Beschäftigten und erhielt Preise. Plötzlich werden ihm nach seinem „Outing“ als Gewerkschaft Arbeitsfehler und Schlechtleistung vorgeworfen- und dann gekündigt!

Die Betriebsräte aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, die an der Informationsveranstaltung in ihrer Freizeit teilnahmen, wollten kaum glauben was da so täglich in den US-Betrieben passiert. Es herrschte Einvernehmen darüber, die Kampagne WE EXPECT BETTER zu unterstützen, um den Kolleginnen und Kollegen der T-Mobile USA zu helfen, mit der Gewerkschaft Communications Workers of America (CWA), eine Stimme im Betrieb zu bekommen.