„Wir geben nicht klein bei!“ – Beschäftigte halten Kurs auf Gewerkschaftsanerkennung

28. August 2013: Anfang August gab die Mehrheit der Beschäftigten eines MetroPCS Shops ihrem Willen Ausdruck, ihre Rechte als ArbeitnehmerInnen mithilfe der Gewerkschaft Communications Workers of America (CWA) wahrzunehmen. Die Beschäftigten nehmen Kurs auf eine Anerkennungswahl unter behördlicher Aufsicht, die Ende September stattfinden wird.

Die MetroPCS Shops gehören seit Mai 2013 zum Unternehmen T-Mobile US.
Eine unkomplizierte Anerkennung des Beschäftigtenwillens wurde vom Management der T-Mobile US verwehrt (zum Artikel). Und das, obwohl es zu großen Teilen der Telekom gehört, an deren Hauptsitz in Deutschland die Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft ver.di besser funktioniert.

Die Beschäftigten des MetroPCS Shops sind von der Verweigerungshaltung unbeeindruckt und verfolgen ihr Ziel, eine Stimme am Arbeitsplatz zu erhalten, weiter. Sie zeigten dem Management von T-Mobile US, dass sie nicht klein beigeben werden und haben, wie in den USA üblich, eine behördlich beaufsichtigte Wahl zur Anerkennung der Gewerkschaft als Tarifpartner beantragt: „Wir haben bei der Aufsichtsbehörde einen Antrag gestellt und haben einen Termin für die Anerkennungswahl bekommen: Am 25. September ist es so weit!“, erklären Adrian, Dany und José in ihrem Unterstützungsaufruf. „An dem Tag können wir uns dafür aussprechen und rechtlich anerkennen lassen, dass die CWA uns in Tarifverhandlungen gegenüber dem Arbeitgeber vertritt.“

Erfolg der Beschäftigten

Einen Erfolg können die Beschäftigten schon für sich verbuchen: Das Management ging auf eine ihrer Kernforderungen ein: Mitarbeiterbesprechungen werden nun zu einem für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter günstigen Termin angesetzt. Das ist ein toller Erfolg, denn zuvor waren die Beschäftigten verpflichtet, zu den Teamsitzungen zu kommen, aber die Stunden, die zwischen Besprechung und Schichtbeginn liegen, blieben unbezahlt.

Unterstützung erhalten die amerikanischen Shopangestellten von ver.di. „Diese Wochen sind zwei Kolleginnen von der Telekom bei uns. Die Unterstützung der beiden ver.dianerinnen hilft uns sehr.“